Was tun wir

     

    • Aufklärung

      Um unsere Beutegreifer, die seit fast 100 Jhren ausgerottet waren, ranken sich viele Geschichten, Mythen, Märchen und Falschinformationen.

      Seit den 70er Jahren breitet sich nun der Luchs wieder aus im Bayerischen Wald. Der Wolf ist seit rund 20 Jahren zurück in Deutschland.

      Dies ist gerade für Landwirte und Weidetierhalter offenbar ein großes Problem. Hier sehen wir eine unserer wichtigsten Aufgaben: Landwirte und besorgte, verängstigte Menschen über diese beiden faszinierenden und streng geschützten Arten aufzuklären. Wir

      • verteilen Infomaterial an verschiedenen öffentlichen Stellen
      • machen Infostände und unterstützen Veranstaltungen anderer Organisationen
      • klären Wanderer auf und sprechen mit Jägern
    • Monitoring

      Um Landwirte frühzeitig über die Anwesenheit von Beutegreifer informieren zu können, muss man wissen, wo sich Luchse und Wölfe im Bayerischen Wald aufhalten.

      Wir beobachten, fotografieren (wenn man sie überhaupt mal sieht), sammeln Spuren und melden Beobachtungen weiter an das Landesamt für Umwelt.
      Dabei arbeiten wir eng mit dem "Netzwerk Große Beutegreifer" zusammen.

      Aber nicht nur Spuren sammeln ist wichtig! Wir achten auch darauf, dass der strenge Schutzstatus der Tiere beachtet wird.
      Nicht jeder Jäger hält sich an die gesetzlichen Regelungen. Leider fallen immer wieder Wölfe und Luchse illegaler Bejagung zum Opfer.
      Hier versuchen wir, Straftaten aufzuklären und erstatten ggf. Anzeige.

      Was können Sie dazu beitragen?

      • Beobachten Sie genau, was um Sie herum im Wald und der Natur passiert
      • Achten Sie auf Fahrzeuge, die sich im Wald und der Natur bewegen
      • Finden Sie Hinweise, die auf eine Straftat hindeuten, dokumentieren Sie das und melden Sie es. An uns (gerne anonym) oder direkt unter 110 bei der Polizei.
    • Bergung

      Eine trauige, aber notwenige Aufgabe, denn ständig fallen auch geschützte Arten Wildunfällen zum Opfer. Im Gegesatz zu normalen Wildunfällen gibt es hierbei einige Besonderheiten.

      • Unfallstelle absichern
      • Polizei informieren, Jäger benachrichtigen (muss leider sein)
      • Dokumentation, Fotos
      • Landesamt für Umwelt benachrichtigen
      • Tier bergen und an Amtsveteinär, Aneignungsberechtigten oder LfU übergeben
    • Beratung

      Direkt und vor Ort beraten wir Landwirte und Weidetierhalter zum Thema Herdenschutz und Zaunbau. auch bei der Beantragung von Fördergeldern stehen wir mit Rat und Tat zur Seite. Hier herrscht leider sehr viel Unwissenheit.

      • Anträge werden falsch gestellt
      • Zaunplanung ist nicht ausreichend
      • Über das Verhalten von Beutegreifern ist meist wenig bekannt
    • Aktiver Zaunbau

      Ob gefördert oder nicht, wir unterstützen Landwirte aktiv beim Zaunbau oder beim Freischneiden von Stromzäunen. Hier arbeiten wir eng zusammen mit

      • Wikiwolves Bayern
      • Landesamt für Umwelt und Landesamt für Landwirtschaft
      • Fachstelle der Regierung von Niederbayern
      • weiteren Natur- und Tierschutzorganisationen

      Warum ist es wichtig, hier aktiv zu sein?
      Herdenschutz ist auch Wolfschutz! Gute Zäunung verhindert Übergriffe und fördert daher die breite Akzeptanz der Beutegreifer.

    Wilderei melden

    Ihnen sind Verstöße aufgefallen? Melden!
    Polizei 110 oder an uns 0160-91011712

    Risse in der Region

    Wir reagieren sofort und beschaffen Notfall-Zaunsets und Personal zum Aufbau.

    Home

    Geliebt, vergöttert - gefürchtet, gehasst, getötet

    Luchs und Wolf, Ureinwohner des Bayerischen Waldes, ausgerottet vor rund 100 Jahren, ist wieder zurück in seiner alten Heimat. Bei Luchsen begann die Auswilderung in den 70er Jahren, der Wolf kehrte als Einwanderer aus dem Osten vor ca. 20 Jahren nach Deutschland zurück und breitet sich seit dem natürlich von alleine aus.

    Die Gesamtzahl für die Böhmisch-Bayerisch-Österreichische Luchspopulation liegt bei 120 bis 140 Tieren.
    Bei den Wölfen sieht es eher schlecht aus. Aktuell haben wir ein Rudel im Bayerisch-Tschechischem Grenzgebiet (Ruda Rudel, rund um Bayerisch Eisenstein/Falkenstein, überwiegender Teil des Reviers in CZ), von einem weitern Rudel (Srini Rudel, überwiegend im Tschechischen Teil des Nationalparks) gab es 2022 keine Monitoringdaten.
    Zudem streift eine einzelne besenderte Wölfin durch den Bayerwald im Bereich Lusen.

    Im Okober 2017 entkamen aus dem Nationalpar Freigelände Ludwigthal 6 Wölfe. 2 davon wurden kurz darauf in der Nähe erschossen, da sie angeblich 2 Urlauber "angeknurrt" hatten. Belege dafür gab es keine. 1 Wolf wurde am gleichen Tag noch von der Waldbahn getötet. 1 junge Wölfin kehrte alleine ins Gehege zurück Diletantische Versuche, die verbleibenden Tiere einzufangen, schlugen fehl. Diese 2 Tiere wurden später auf ihrer Wanderung in Österreich nachgewiesen.

    Dieses Ereignis, der schlechte Umgang  mit der Situation und die miserable Informationslage in der Bevölkerung war der Startschuss für unsere Organisation.
    Uns war klar, wir müssen was tun.

    In der kommenden Zeit trugen wir alles an Informationen zusammen, bildeten uns im Monitoring fort, bauten Netzwerke aus. Es folgten Zaubauseminare und praktische Zaunbauprojekte mit Wolfs- und Luchszäunen in Zusammenarbeit mit der Regierung von Niederbayern, Landesamt für Umwelt und der Freiwilligenorganisation Wikiwolves.

    Mit dem "Bermuda-Dreieck für Luchse", den illegalen Luchstötungen im Lamer Winkel, rückte dann auch der Luchs in unseren Fokus.
    Nach und nach wurde deutlich, dass auch andere bedrohte Arten unsere Unterstützung brauchen. Ebenso gefährdet sind Bären, Fischotter, Biber, sowie weitere Arten.
    Infos dazu finden Sie in der Navigation.

    Heute sind wir Mitglied in der europäischen Vereinigung EAWC, European Alliance for Wolf Condervation, einer Gruppe mit 19 europäischen Natur-, Tier- und Wolgschutzorganisationen, mit engen Verbindungen zur Europäischen Kommisstion für Environment, Oceans and Fisheries, und kämpfen nicht nur im Bayerischen Wald, sondern europaweit für den Erhalt dieser wunderschönen und wichtigen Arten.

    Seit der Gründung der Taskforce Artenschutz sind wir zudem deren Sektion Bayern.

    logos eawc und taskforce

    Neues umfassendes Informationsportal

    suchwolfWir möchte euch eine neue Webseite ans Herz legen: Die Wolfschutz-Bibliothek Die Wolfschutz-Bibliothek (WSB) ist eine Sammlung relevanter und aktueller Dokumente, Informationen und Materialien rund um den Wolf. Ihr Ziel ist es, euch Wissen, Argumente und praktische Werkzeuge an die Hand zu geben, damit ihr euch aktiv für den Schutz des Wolfes einsetzen und Desinformation sowie Hetze gegen ihn fundiert entgegentreten könnt.

    Wir sind nicht Betreiber, waren und sind technisch involviert.

    Schaut mal rein.

    Kontakt

    Wenn Sie Fragen zu Luchs, Wolf oder auch Fischotter oder Biber haben, freuen wir uns über Ihre Kontaktaufnahme

    luchs.wolf[at]bayerischerwald.online

    Oder nutzen Sie unsere Hotline täglich von 7 bis 22 Uhr:
    +49 (0)160 9101 1712

    Mitmachen

    Sie sind naturverbunden und viel im Bayerischen Wald unterwegs?
    Dann würden wir uns sehr über Ihre Unterstützung freuen.
    Werden Sie im Monitoring und bei der Verhinderung von Naturschutzkriminalität aktiv.
    Gerne bringen wir Ihnen das Monitoring-Grundwissen bei.

    Unterstützen

    Wir sind kein Verein, wir finanzieren unsere Arbeit ausschließlich aus eigenen, begrenzten Mitteln. Von daher freuen wir uns über Ihre Unterstützung. Wir versichern: jeder Betrag wird NUR FÜR DIREKT MIT UNSEREN EINSÄTZEN VERBUNDENE AUSGABEN verwendet (Drucksachen, Kraftstoff für Einsätze, Einsatzgeräte z.B. Wildkameras, Hosting).

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