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Liebe Freunde von Luchs und Wolf,
wir haben uns entschlossen, den Bereich Artenschutzkriminalität und Aufklärung von illegalen Aktivitäten auszulagern, und schließen uns dazu der neu gegründeten Organisation Taskforce: Artenschutz an. Die Taskforce ist ein engetragener Verein und ist bereits über die Landesgrenzen gut aufgestellt und vernetzt.
Schaut gerne mal auf der neuen Webseite vorbei: taskforce-artenschutz.de
Zudem haben wir von der Taskforce 2 Funk-Wildkameras bekommen, was uns bei der Beobachtung unserer ortsansässigen Luchse und Wölfe sehr helfen wird. Vielen Dan dafür.
Der Luchs. und Wolfsschutz Bayerischer Wald macht natürlich weiter, wobei wir uns nun mehr auf Information, Aufklärung, Monitoring und Zaunbau konzentrieren möchten.


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Neues Wolfsterretorium im Bayerischen Wald jetzt offiziell

Wie das Landesamt für Umwelt (LfU) informiert, gibt es aufgrund der Standorttreue eines Wolfspaares im Bereich „Bayerischer Wald Süd“ nun wieder ein zweites niederbayerisches Wolfsterritorium. Anhand der Genetik bei Wildtierrissen und Losungen sowie Video- und Fotoaufzeichnungen konnte die Standorttreue des Wolfspaares festgestellt werden.
Als Nachweis für die Standorttreue dienten ebenso aus Tschechien übermittelte GPS-Daten der besenderten Wölfin „GW4357f“. Sie ist gemeinsam mit dem Rüden „GW3932m“ im Gebiet nördlich von Waldkirchen und östlich von Regen unterwegs.
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Heute mal eine positive Meldung aus dem Bayerischen Wald. Es gibt Monitoring Daten und Foto-Nachweise vom Ruda-Rudel.
Zwei erwachsenen Wölfen und sechs Welpen, fotografiert am 17.10.22. Diese 6 Jungtiere werden nun bald abwandern, und es ist sehr wahrscheinlich, dass sie das Revier in Richtung Deutschland verlassen.
Das Revier des Ruda-Rudels reicht weit bis in den deutschen Teil des Bayerischen Waldes herein, und liegt damit voll im Preventionsgebiet, in dem Fördermittel für wolfsabweisende Zäune, Herdenschutzhunde und Nachtpferche beantragt werden können.
Bei der Planung und Beantragung sind wir gerne behilflich.

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Die schlechten Nachrichten reßen nicht ab.
Heute erreichte uns eine Nachricht von unseren norwegischen Wolfsfreunden, der NGO NOAH.
Nachdem NOAH in der ersten Instanz die wissenschaftlich völlig sinnlose Jagd auf Wölfe stoppen konnte, haben sie heute vor dem norwegischen Supreme Court eine schlimme Niederlage erleiden müssen. Das Urteil aus der ersten Instanz wurde aufgehoben.
Dies bedeutet defacto, die norwegischen Behörden können damit so viele Wölfe töten wie sie wollen. einer erneuten Ausrottung der Wölfe in Norwegen wurde damit Tür und Tor geöffnet.
Ein erneuter Kniefall vor der extrem starken norwegischen Jagdlobby.
Was nun passieren wird ist furchtbar. alles wird abgeknallt, egal ob Welpe, (tragende) Fähe, Elternpaare, keine Schonzeit. So gesehen, hat Norwegen den Schutzstatus praktisch aufgehoben, auch wenn theoretisch erst eine behördliche Anordnung ausgestellt werden muss.
Vor allem, und das hat die Vergangenheit deutlich gezeigt, werden nun illegale Abschüsse dramatisch zunehmen.
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Ein unfassbares Drama ereignete sich in den letzten Tagen in Norditalien.
Das Monitoring-Team entdeckte 9 tote Wölfe, 5 tote Greifvögel und 2 tote Raben. Erste Untersuchungen legen den Verdacht nahe, dass die Tiere alle vergiftet wurden.
Polizei und Staatsanwaltschaft haben die Ermittlungen aufgenommen, um dieses Verbrechen aufzuklären.



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Am 25. April 2023 verabschiedete die Bayerische Landesregierung eine neue Wolfsverordnung. Bereits kurz danach kündigte der Bund Naturschutz Bayern Klage gegen die Verordnung. Sie verstoße gegen den eigenen Bayerischen Wolfsmanagementplan, gegen das Bundesnaturschutzgesetz, sowie die europäische FFH Direktive und Urteile des Europäischen Gerichtshof.
Auch das darauf folgende Gutachten des wissenschaftlichen Dienstes des Bundestags kommt zu dem Ergebnis, dass die Verordnung gleich in mehrfacher Hinsicht in Widerspruch zu deutschem und europäischem Recht steht. Wölfe seien streng geschützt, konstatieren die Gutachter, sie dürften nur in absoluten Ausnahmen abgeschossen werden, als "letzter Ausweg", wenn alle anderen Präventions- und Schutzmaßnahmen versagt hätten.
Zum Nachlesen: die Bayerische VO-Wolf
Auch wenn es einige nicht wahrhaben wollen ... der Abschuss von Wölfen wird das Problem nicht lösen, sondern nur verschlimmern.
Am Ende gibt es nur eine Lösung: flächendeckender Herdenschutz. Elektrozäune, Nachtpferche, ggd. Herdenschutzhunde, und wo Zäune nicht möglich sind, Behirtung.




